Schumacher SupaStox GT im Renneinsatz

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Nachdem ich meinen Schumacher SupaStox GT mit Elektronik und Karosserie komplettiert hatte, konnte es am zweiten Adventswochenende 2014 nach Magdeburg zum finalen Lauf des ElbeCup 2014 gehen.

Den Samstag als Trainingstag musste ich leider auslassen, also ging es trotz dicken Nebels erst Sonntag früh mit einem guten Gefühl von Dresden nach Magdeburg. Nach ein paar Trainingsrunden wechselte ich von der im Baukasten enthaltenen Starrachse auf die optionale Kugeldiffachse, die es schon für den SS gab. Dabei stellte ich fest, dass mit den mitgelieferten Setups irgendetwas nicht stimmt. Ich bekam die 3,8 mm Chassishöhe nicht hin, trotz der auf 45,5 mm abgeschliffen Hinterräder. Also dauerte das Schrauben etwas länger als gedacht und ich bereute meine Entscheidung, den Samstag nicht zum Training genutzt zu haben. Durch den etwas welligen Teppich bin ich am Ende bei 4,2 mm Bodenfreiheit rundum geblieben, um ein zu häufiges Aufsetzen zu vermeiden.

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Das ich nicht wirklich mit den anderen fünf Startern in dieser Klasse mithalten konnte, wusste ich schon aus meinen vorherigen Rennen mit dem SS und dem Xray X12. Der SS und der SS GT sind in einer eigenen Klasse besser aufgehoben wie in gemischten Gruppen. Erstens sind sie zwischen 850-1000 Gramm schwer je nach Ausstattung, zweitens sind die Hinterräder schmaler wie bei den 1/12er Pancars von Asso, Xray und Co. und die Aerodynamik ist eher mit Tourenwagen 1/10 zu vergleichen als mit den LMP ähnlichen Pancars.

In den Vorläufen stellte ich dann fest, dass die 12k im Dämpfer viel zu hart waren, das Heck wollte regelmäßig vor der Vorderachse um die Kurve. Vor den Finalläufen wechselte ich dann auf 700er Öl mit dem es dann schon besser ums Eck ging (das 700er ist aber mit Sicherheit wieder ein paar Nummern zu dünn). Zum 2. Finale änderte ich noch die Hinterräder von 37sh, wie sie dem Kit beiliegen, auf 32sh, ebenfalls auf 45,5 mm abgeschliffen. Die Vorderräder hätten sicher auch noch eine Stufe weicher sein können, allerdings ging der GT in langsamen Kurven mit den Baukastenrädern (47sh) und der Type F Karosse schon sehr zackig rum.

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Der neue GT wird als Modifiedracer beworben, was er ist er im Vergleich zum schon bekannten SS auch ist. Beim GT sollte man schon etwas Erfahrung mit den Einstellmöglichkeiten eines Pancars haben, ich muss auch noch einiges am Setup basteln. Wenn man das im Griff hat und sich noch mehr Leute finden die mit dem GT oder SS fahren kann man jede Menge Spaß haben. Mit „normalen“ 1:12ern in einer Gruppe zusammen kommt doch etwas Frust auf, da man immer irgendwie im Weg ist. Ich bin im Rennen mit einem Rollout von 67,23 mm (32 Ritzel/68 HZ bei einem Durchmesser von 45,5 mm Hinterrad und 44 mm Vorderrad) und Motortiming 35° gefahren. Am Ende lag ich bei mittleren 11er Rundenzeiten während die schnellsten tiefe bis mittlere 9er Runden fuhren. Dem Motor machte das irgendwann nicht mehr soviel Spaß und ich musste das Timing auf 10° runter drehen.

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Alles in allem ist der SS GT ein tolles und vor allem sehr stabiles Auto, dem selbst Frontaleinschläge in einem Torpfosten nicht viel ausmachen. Wenn sich noch mehr SS und SS GT Fahrer finden, kann man tolle Rennen haben. Einem Anfänger der sich noch gar nicht mit 1/12 auskennt, würde ich eher den SS empfehlen. Die Ersatz- und Tuningteile sind günstig bei CS Electronic zu bekommen. Empfehlenswert ist das komplett montierte Differential U4115 (bei der S1 Variante ist schon ein Differential dabei) und das Tuning Federn Set U4061 passend für SS und SS GT.

Die Kugellager in meinem Kit waren leider nicht besonders gut, nach jedem 2ten Lauf musste ich sie mit Bremsenreiniger ausspülen und mit Dryfluid wieder schmieren. Als Ersatz bieten sich da Keramiklager U3386 für die Vorderachse und U4227 für die Hinterachse an. Das O-Ring-Tuning Set U3986 passt auch bei beiden Chassis, allerdings ist im SS GT der Rolldämpferumbau U4647 wahrscheinlich besser, da besser abzustimmen. Der Rolldämpfer ist aktuell noch nicht im CS Shop aufgeführt, kann aber über das Kommentarfeld mitbestellt werden. Solange die Teile bei Schumacher auf der Seite verfügbar sind, können sie auch über CS Electronic besorgt werden.

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Noch ein paar Worte zum Core RC 5008 Servo: Das Servo werde ich jetzt wohl auch in meinem Xray verwenden. Es ist mir nur einmal ausgestiegen, wobei das nicht ganz korrekt ist, da sich lediglich der Servosaver verklemmt hatte und den GT nur im Kreis rumtrudeln ließ. Die Werte sind denen des Savöx 1252MG ähnlich, mit 39,90€ ist das Core RC Servo allerdings etwas günstiger.

Zum Abschluss noch mein Setup, welches ich in Magdeburg gefahren bin. Ich würde mich freuen, wenn es noch ein paar Leute mehr finden, die sich für die GT12 interessieren. Wenn ihr Fragen und Anregungen habt, freut sich die E-Mail-Adresse im Setup auf Nachrichten.

Ein Rennbericht von Axel Herschel

Bezugsquelle Schumacher SupaStox GT: CS-ELECTRONIC GmbH



1 Kommentar

  1. Kleines Update zu der Verfügbarkeit der Teile, die sind jetzt alle im Shop von CS aufgeführt.
    Axel