Tamiya Dark Impact DF-03 Baubericht – Teil 1


Dieser Baubericht gilt übrigens auch für die baugleichen Modelle Tamiya Avante MK II DF-03 und Tamiya Keen Hawk!

Die ersten Sonnenstrahlen läuten in diesen Tagen die neue Saison ein. Und wieder kommt bei vielen die Frage auf, welcher RC-Buggy es dieses Jahr werden soll. Ob der Tamiya Dark Impact ein würdiger Nachfolger vom Egress oder Top-Force ist, lest ihr im folgenden Bericht.

Der Baukasten

Beim ersten Blick auf das Paket, in dem sich der Dark Impact-Bausatz befand, fällt einem sofort auf, wie klein die Baukästen geworden sind.

Brauchte man vor einigen Jahren noch fast eine Spedition um einen der Reisekoffer-großen Tamiya-Kartons zu transportieren, gehen die aktuellen Verpackungen abmessungstechnisch immer mehr in Richtung Schuhkarton.

Die neuen, kleineren Kartons eigenen sich nun auch gut dazu, um sein R/C-Zubehör zu transportieren. Das fahrfertige Fahrzeug lässt sich darin leider nicht ganz verstauen. Mit der Verkleinerung auch die schön gezeichneten Bilder auf den Kartons, wie sie z.B. auf dem Frog- oder Hotshot-Karton zu sehen waren, einem recht langweiligen „Produktfoto“ gewichen. Aber es sollte ja eigentlich auf den Inhalt ankommen!


Der komplette Baukasteninhalt

Die Einzelteile im Baukasten sind nicht – wie es sinnvollerweise sein sollte – nach Bauabschnitten, sondern nach Bauteilen geordnet in einzelne Tütchen gepackt. Also ein Tütchen für die Kugellager, eins für die Dämpferteile etc.

So fragt man sich leider schon nach dem 4. oder 5. Bauabschnitt, wenn fast alle Tütchen auf dem Basteltisch entleert sind, ob man gerade an einem Puzzle oder einem R/C-Car-Baukasten sitzt.

Linkes Foto: Tamiya hat dazugelernt! Die früher in den Baukästen mitgelieferte, homöopathische Menge Dämpferöl von unbekannter Qualität/Viskosität, ist einem ordentlichen Fläschchen Silikonöl gewichen.

Ebenfalls neu sind die größeren Snap-Pins, bessere Kugelkopfpfannen, ein komplettes Kugellager-Set statt billiger Kunststofflager, Stahl- anstelle eines Aluritzels und dunkel beschichtete Schrauben.

Aufbau und Besonderheiten des Buggys

Die ersten Bauabschnitte widmen sich dem Zusammenbau des hinteren Kugeldifferentials und des Getriebes. Die Kugeldifferentiale laufen recht weich, scheinen robust zu sein und lassen sich vor allem einfach und präzise einstellen. Leider handelt es sich hierbei nur um leicht modifizierte Differentiale eines Tamiya Tourenwagen. Wie es mit der Haltbarkeit im Gelände aussieht, wird sich zeigen.

In der Bauanleitung wird empfohlen, die hinteren Diffscheiben auf den Outdrives mittels Sekundenkleber zu fixieren.

Da die Diffscheiben sich durch die abgeflachten Seiten nicht mitdrehen können, kann ich das nicht so ganz nachvollziehen. Zumal man verschlissene Diffscheiben dann nicht mehr umdrehen kann, um sie bei Verschleiß ein zweites mal zu benutzen. Ob man sich in diesem Punkt an die Bauanleitung hält, muss aber letzenendes jeder für sich entscheiden.

Update: entgegen meiner Empfehlung, sollte man die Diffscheiben wie in der Anleitung beschrieben, doch mittels Sekundenkleber festkleben. Durch den fehlenden Slipper wird das hintere Differential zu stark belastet und rutscht durch, so dass durch die entstehende Hitze das Differential unter Umständen beschädigt wird!


Das vordere Kugeldifferential

Die früher bei vielen Tamiya-Fahrzeugen verwendeten grob verzahnten 32dp-Zahnräder (Modul 0,8) sind endlich feiner verzahnten gewichen. Dadurch reduziert sich das Spiel im gesamten Antriebsstrang. Zur spielfreien Montage hat man einige dünne Beilagscheiben beigelegt, um axiales Spiel der Getriebezahnräder auszugleichen.

Dank einer kompletten und serienmäßigen Kugellagerung aller Achsen ist der Antriebsstrang sehr leichtgängig. Leider kommen im Getriebe viele unterschiedliche Kugellager zum Einsatz, die nicht unbedingt jeder in seiner Bastelkiste vorrätig hat.

An Schrauben legt Tamiya leider größtenteils nur Kreuzschlitzschrauben bei. Heutzutage findet man auch bei günstigen Modellen anderer Hersteller Inbus- oder Torxschrauben. Warum bei Tamiya immer noch an schnell verschlissenen Kreuzschlitzschrauben festgehalten wird, lässt sich nicht nachvollziehen.

Ein Slipper ist nicht enthalten, auch wenn die Öffnung in der Zahnradabdeckung auf den ersten Blick etwas anderes vermuten lässt.

Das Hauptzahnrad wird unüblich mittels eines Pins gehalten, hier muss man also leider Spezialzahnräder von Tamiya erwerben.

Fotogalerie

www.conrad.de