Testbericht Desire Power LiPo im Hardcase


Desire Power LogoLiPo-Akkus sind aus den verschiedensten Gründen eine tolle Sache: einfaches Handling, kaum Selbstentladung, extrem geringes Gewicht und zudem fliegen einem diese bei korrekter Handhabung auch nicht so schnell wie manche NiMH-Zellen plötzlich um die Ohren.

Ein Nachteil ist allerdings nicht von der Hand zu weisen: nämlich der Preis. Gerne kostet ein vernünftiger 7,4 Volt-Akkupack für RC-Cars mal 70 bis 90 Euro. Für meinen Geldbeutel ist das einfach zu viel, und so habe ich mich nach günstigen Alternativen auf dem Markt umgesehen. Nach einigem Stöbern bin ich dann auf die günstigen LiPo-Packs von Desire Power gestoßen. Für unter 50 Euro bekommt man dort einen 35C/7,4 Volt-Hardcase-LiPo mit einer Kapazität von 3300 mAh.

Bei dem Preis kommt man dann schon schnell mal ins Grübeln, kann ein China-Akku zu dem Kurs wirklich etwas taugen? Da ich aber dringend einen günstigen Ersatz für meine alten NiMH-Packs brauchte, bin ich das Risiko einfach mal eingegangen und habe mir testweise einen Pack bestellt.

Desire Power Hardcase-LiPo mit 3300 mAh

Auf den ersten Blick macht der Akkupack mit seinem stabilen Gehäuse in Carbon-Optik einen hochwertigen Eindruck. Die Kabel werden durch Schrumpfschläuche geschützt aus dem Gehäuse rausgeführt. Leider wird das Kabel dadurch an der „Austrittsstelle“ etwas steif und passt unter Umständen nicht mehr in alle Akkuhalterungen. Der EHR-Balancerstecker wird ebenfalls an der Stirnseite des Akkupacks herausgeführt. Zusammengehalten wird das Kunststoff-Gehäuse von einem transparenten Schrumpfschlauch. Wenn die äußere Schicht z.B. durch harten Offroad-Betrieb verkratzt ist, kann man so den die Akku-Optik mit einem neuen Schrumpfschlauch wieder auffrischen.

Geschützte Kabelausgänge am Desire-LiPo

Bild oben: Durch Schrumpfschlauch geschützte Kabelausgänge am Desire-LiPo

Viel wichtiger als die Optik ist allerdings die Leistung. Also, was bringt der Desire-LiPo? Ich habe den Akkupack mit meinem Robbe Power Peak Fun-Lader in Verbindung mit einem Robbe LiPoly-Equalizer drei mal geladen und entladen. Folgende Ergebnisse kamen dabei raus*:

  • 1. Ladung: 1500mAh – 1. Entladung: 3100mAh
  • 2. Ladung: 3350mAh – 2. Entladung: 3225mAh
  • 3. Ladung: 3340mAh – 3. Entladung: 3260mAh

*Der Ladestrom betrug bei allen Ladevorgängen etwas über 1C (3,4A), entladen wurde jeweils immer mit den maximal möglichen 6,5 A.

Diese drei Testzyklen sagen natürlich noch nicht viel über den Akku aus. Allerdings kann man schon einmal sehen, dass die vom Hersteller angegebene Kapazität der Realität entspricht. Und so sollte es sein! Beim Praxistest in einem 1:10-Offroader bestätigte sich der erste gute Eindruck von den Testladungen. Der Akku hatte immer bis zum Schluss ausreichend Druck und hat auch nach mittlerweile mehreren dutzend Ladungen nichts an Kapazität verloren.

Geringes Gewicht dank LiPo-Technik

Mit Kabeln und Steckern wiegt der Desire Power-LiPo nur 228 Gramm, dass sind satte 200 Gramm weniger als ein vergleichbarer 3600er-Akkupack von Intellect.

Abmessungen des Gehäuses

  • Länge: 138mm
  • Breite: 46,8mm
  • Höhe: 24mm

Bei den 138mm in der Länge wurde wie erwähnt nur das Gehäuse gemessen. Rechnet man die Kabel dazu, kommt man auf einen Wert von etwa 148mm. Bei eng geschnittenen Akkuhalterungen sollte man also vorher besser einmal nachmessen, ob auch alles passt.

Fazit

Für den kleinen Geldbeutel ist der Desire Power-LiPo eine prima Alternative zu teuren Markenakkus. Mit seinem stabilen Gehäuse eignet sich der Akkupack ideal für den Einsatz in Elektro-Offroad- und Onroadfahrzeugen. Ich habe meinen Kauf bisher nicht bereut und kann den Desire-Akkupack nur wärmstens weiterempfehlen.

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