Testbericht VRC PRO


Das die RC Car-Simulation Virtual RC PRO doch noch 2011 das Licht der Welt entdeckt, hätten nach den vielen verschobenen Release-Terminen wohl die Wenigsten für möglich gehalten. Beinahe zu einem „Duke Nukem Forever der RC-Simulationen“ geworden, hat es das Spiel etwa drei Jahre nach den ersten Ankündigungen nun endlich auf die PC-Bildschirme geschafft.

Vor dem Spielgenuß haben die VRC-Götter den Download der Spiele-Datei und deren Installation gesetzt, welche nach der Zahlung einer einmonatigen Testmitgliedschaft für 5 Euro oder der Buchung einer der fünf Abo-Varianten möglich ist.

Die Abo-Modelle von VRC PRO

  • 1 Monat: €12,50
  • 3 Monate: €35,00 (€11,67/Monat)
  • 6 Monate: €63,00 (€10,50/Monat)
  • 12 Monate: €108,00 (€9,00/Monat)
  • 24 Monate: €192,00 (€8,00/Monat)

Die Kosten von VRC Pro liegen pro Monat zwischen 12,50 Euro und 8 Euro. Je länger der Zeitraum ist, den man bucht, desto geringer fallen die monatlichen Kosten aus. Entscheidet man sich für die einmonatige Testmitgliedschaft, werden einem die 5 Euro nach dem Monat auf dem VRC-Konto gutgeschrieben. Den Testmonat kann man leider nur einmal buchen, danach muss man in die teurere Standard-Mitgliedschaft (1 bis 24 Monate) wechseln. Bezahlt werden kann die VRC-Mitgliedschaft per Kreditkarte, Paypal oder Banküberweisung.

Hat man sich für ein Abo entschieden, kann der Download der ca. 1GB großen Installationsdatei beginnen. Nach der Installation, dem Einloggen in den eigenen VRC-Account und dem Einstöpseln des VRC USB-Adapters in den PC und den Empfänger kann es auch schon fast losgehen. Neben der Steuerung über die eigene Funke lässt sich übrigens auch ein Gamecontroller oder das Keyboard verwenden, allerdings raubt das einen Großteil der Faszination, die ein Spiel wie Virtual RC ausübt.

Auf der Workbench kann das Fahrzeug nach eigenen Wünschen aufgebaut werden.

Hat das Installieren und Einloggen geklappt, kann man sich sein ganz persönliches Fahrzeug in VRC PRO aufbauen und das Fahrwerks-Setup anpassen. Zusätzliche Teile kosten allerdings Geld, die in der spieleigenen Virtual-€-Währung dazugekauft werden können. Ein Euro entspricht dabei einem virtuellen Euro, für 3 v€ bekommt man beispielsweise eine Karosserie, ein Brushless-Motor kostet 2 v€. Das Spiel enthält schon mehrere fertige Fahrzeuge, man muss nach dem Abschließen eines Abos sich also nicht extra ein Chassis komplett neu aufbauen.

In der neuen Version ist es nun auch möglich, mit Elektro-Fahrzeugen an den Start zu gehen, in der alten VRC-Version konnte man nur Glattbahn-Verbrennern im Maßstab 1:10 und 1:8 fahren. Offroad-Fahrzeuge und Strecken sind derzeit noch nicht enthalten, diese sollen mit späteren Updates nachgereicht werden.

Hat man sein Fahrzeug gewählt, kann es ab zur Strecke gehen, wie hier an den RC Super Speedway Oval Course. Die 3D-Modelle auf dem voll interaktiven Schraubertisch sind sehr schön detailiert gestaltet, leider ging hier bereits der zum Test eingesetzte Rechner (AMD 64 X2 6000+/ATI Radeon X1550/4GB Ram/Win XP) merklich in die Knie, obwohl dieser die Systemvoraussetzungen erfüllt. Nach dem Heruntersetzen der Grafikeinstellungen macht der Schraubertisch optisch zwar weniger her, dafür lief das Menü danach einigermaßen flüssig.

Die Systemanforderungen

  • Windows XP SP2
  • .Net framework 2.0
  • Hyperthreaded Intel CPU, AMD Athlon 64 CPU
  • 256 MB Pixel Shader 2.0 Grafikkarte
  • 2 GB RAM
  • 2 GB freier Festplatten-Speicher
  • Soundblaster-Kompatible Soundkarte
  • DSL-Leitung (512kbit/s)
  • VRC USB Adapter oder VRC-Fernsteuerung (optional)

Etwas überrascht ist man beim ersten Antesten der Rennstrecken in VRC PRO. Denn weder die Grafikdetails noch die Fahrzeugphysik unterscheiden sich merklich von der Vorgängerversion VRC 3.5. Vielmehr bekommt man das Gefühl, man hätte es lediglich mit einem leicht aufgebohrten VRC 3.5 zu tun. Dem Spielspaß tut das zwar keinen Abbruch, dennoch ist nach der langen Wartezeit und den den hohen Erwartungen an VRC PRO der erste Eindruck eher durchwachsen.

Starten kann man in VRC PRO in drei verschiedenen Fahrzeugklassen: 1:10 Elektro, 1:10 Verbrenner und 1:8 Verbrenner. Bis zu 10 Spieler können an einer Rennveranstaltung über LAN oder Internet gleichzeitig teilnehmen, dabei lassen sich Parameter wie das Rennformat, die Renndauer, die Kollisionsabfrage, die Streckenbedingungen und die Fahrtrichtung vorher wie gewünscht festlegen. Nimmt man erfolgreich an Rennen teil, lassen sich mit dem virtuellen Preisgeld z.B. zusätzliche Tuningteile für das eigene Fahrzeug kaufen.

VRC WORLD“ nennt sich das Social Network von VRC PRO.

Im VRC-eigenen Social Network hat jeder Spieler eine eigene Profilseite, auf der Infos wie z.B. die insgesamt gefahrenen Kilometer, bevorstehende Rennveranstaltungen, Fotos, Videos, Freunde oder die Rennresultate zu finden sind. Über die Menüleiste oben lassen sich die aktuellen Rankings einsehen, Komponenten gekauft oder Nennungen für Rennen abgegeben werden.

Fazit

Ganz überzeugen kann die RC-Simulation aus dem Hause Virtual Racing Industries leider noch nicht. Die schönen und detailiert gezeichneten Fahrzeug-Modelle und das aufwändige 3D-Menü sehen zwar phantastisch aus, täuschen aber über die Schwächen nicht hinweg. Seien es die hohen Hardware-Anforderungen für die verhältnismäßig einfache Ingame-Grafik, die monatlichen Kosten oder die fehlenden Offroad-Strecken: Hier muss sich noch einiges tun, um die Pro-Version zu einer attraktiven Alternative zum Vorgänger VRC 3.5 zu machen.

Links zu VRC PRO

Fotogalerie

Screenshots und Videos: VRC-Webseite/RC-News.de

www.conrad.de